Vytautas Magnus University Research Management System (VDU CRIS)





4. Universiteto autorių publikacijos kituose leidiniuose / Publications by University authors in external publications

Permanent URI for this communityhttps://hdl.handle.net/20.500.12259/1176

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  • research article[2013][S4][H004][14]
    Triangulum : Germanistisches Jahrbuch 2012 für Estland, Lettland und Litauen. Vilnius : Vilnius academy of arts press, 2013, F. 18, p. 83-96

    Der Terminus Deixis stammt vom griechischen Wort für zeigen, weil deiktische Wörter wie Zeigegesten auf verschiedene Referenten verweisen können. Bühler (1934) unterscheidet in seiner Sprachtheorie folgende Formen der Deixis: demonstratio ad oculos (verbunden mit einer visuellen Komponente), Deixis in der Vorstellung (Phantasma- Deixis) und Deiktika in der Rede (anaphorische oder Textdeixis). Im vorliegenden Beitrag werden unterschiedliche deiktische Ausdrucksmittel in einem Wirtschaftsinterview aus der Zeitschrift Der Spiegel analysiert. Es wird gezeigt, dass eine größere Distanz der Anapher zu ihrem Bezugselement Verständnisschwierigkeiten bei den Rezipienten verursachen kann. Zeitdeiktika (z. B. das Adverb jetzt) können unterschiedliche Bezüge je nach der dargestellten Situation haben. Manche Deiktika (wie das Adverb da) können sowohl zeit- als auch raumbezogen interpretiert werden. Eine exemplarische Analyse der Personal-, Ding-, Sozial-, Zeit- und Raumdeiktika im gewählten Interview hat gezeigt, dass alle Arten der Deixis im Gespräch vertreten sind und einen bedeutenden Bestandteil der sprachlichen Kommunikation bilden. Da es sich um ein Interview handelt, beziehen sich die Personalpronomina der 1. und der 2. Person in den Anreden der Journalisten und in den Antworten der Unternehmer auf die unmittelbare Sprechsituation und stellen somit Fälle der direkten Deixis dar. Die Pronomina der 3. Person werden überwiegend (aber nicht ausschließlich) textdeiktisch oder anaphorisch verwendet, weil sie auf zuvor erwähnte Textelemente verweisen. Der Gebrauch der deiktischen Ausdrucksmittel - ob sie direkt, anaphorisch oder ab Mittel der vorgestellten Situation (Deixis am Phantasma) im Text auftreten - hängt insgesamt in großem Maße von der Form der Redewiedergabe ab. Zeit- und Ortsadverbiale (jetzt, dann, hier, dort J können auch für direkte Deixis, Deixis am Phantasma und Textdeixis verwendet werden.

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